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Diesel müssen leider draußen bleiben

Die Kommunen gehen mit Urteilen zu Dieselfahrverboten völlig unterschiedlich und widersprüchlich um.

Ältere Diesel müssen draußen bleiben: Als erste Stadt setzt Stuttgart ein Dieselfahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge ein. Foto: © Riko Best / Fotolia.de
Ältere Diesel müssen draußen bleiben: Als erste Stadt setzt Stuttgart ein Dieselfahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge ein. Foto: © Riko Best / Fotolia.de

In Essen muss eine ganze Autobahn gesperrt werden, in München passiert gar nichts – der aktuelle Stand in Sachen Fahrverbote in deutschen Städten könnte widersprüchlicher nicht sein. Hier ein kleiner Überblick (Stand Februar 2019). 

Laut Umweltbundesamt sind es über 35 Städte in Deutschland, in denen der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickoxid (NO oder NO2) pro Kubikmeter Luft im vergangenen Jahr deutlich überschritten wurde. Wie die Kommunen damit umgehen, ist höchst unterschiedlich. Während Stuttgart beispielsweise das Fahrverbot umsetzt, haben andere Städte schon angekündigt, trotz gerichtlich verhängtem Fahrverbot auf Kontrollen zu verzichten. Doch die Liste ändert sich laufend. Die Deutsche Umwelthilfe klagt gegen die Luftreinhaltungspläne der Gemeinden und hat damit vor den Gerichten mehr oder weniger viel Erfolg. Der Stand Ende Februar:

Aachen: Die Stadt muss nach einem Urteil des örtlichen Verwaltungsgerichts ein Diesel-Fahrverbot vorbereiten, will es aber dennoch durch Umrüsten kommunaler Fahrzeuge vermeiden.

Berlin: Die Bundeshauptstadt verhängt voraussichtlich Mitte 2019 Einschränkungen für Diesel. Auf der Liste der Streckenabschnitte stehen die Leipziger Straße und die Friedrichstraße im Zentrum von Berlin, möglicherweise auch ein Teil der Berliner Stadtautobahn. Betroffen sind Diesel-Autos und -Lkw mit den Abgasnormen 1 bis 5.

Bochum: Klage eingereicht.

Bonn: Laut Gericht muss die Stadt 2019 in zwei Schritten – im April und September – Fahrverbote einführen. Das Land will Berufung einlegen.

Darmstadt: In der hessischen Riedstadt dürfen auf Basis einer außergerichtlichen Einigung ab 1. Juni 2019 Diesel bis Euronorm 5 und Benziner bis Euronorm 2 in Hügelstraße, City-Tunnel und Heinrichstraße nicht mehr fahren.

Dortmund: Klage eingereicht. Düsseldorf: In Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt soll das Problem der viel zu hohen Stickstoffdioxid-Werte ohne Fahrverbote gelöst werden.

Essen: Hier gilt wohl die folgenschwerste Anordnung: Laut Verwaltungsgericht Gelsenkirchen muss die Stadt ab 1. Juli für Euro 4 und ab 1. September auch für Euro 5 eine Fahrverbotszone einrichten, in die ausdrücklich auch die Autobahn A40 einbezogen ist.

Frankfurt: Am Main gibt es so lange noch keine Dieselfahrverbote, wie das Berufungsverfahren vor Gericht läuft. Eigentlich sollten seit 1. Februar Einschränkungen für Dieselfahrzeuge der Abgasnorm Euro 4 und älter sowie Benziner der Norm Euro 1 und 2 gelten, für Euro-5-Diesel ab September 2019.

Gelsenkirchen: Hier soll die Kurt-Schumacher- Straße bereits vom 1. Juli an nur noch für Euro-6-Diesel befahrbar sein. Für Gewerbetreibende gibt es Ausnahmen.

Hamburg: Seit dem 31. Mai 2018 sind 580 Meter der Max-Brauer-Allee für alte Diesel-Pkw und 1,7 Kilometer der Stresemannstraße für alte Lkw gesperrt. Ausweichmöglichkeiten sind ausgeschildert, Ausnahmen gibt es für Anwohner und deren Besucher, Handwerker, Lieferwagen, Taxis und offi zielle Fahrzeuge wie Polizei und Müllfahrzeuge.

Köln: Laut Gericht muss die Kommune 2019 in zwei Schritten – im April und September – Fahrverbote einführen. Das Land will Berufung einlegen.

Mainz: Die Stadt soll Fahrverbote vorbereiten, sie sollen ab 1. September gelten, wenn der Grenzwert im Mittel der ersten sechs Monate 2019 nicht eingehalten wird.

München: Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte den Freistaat verurteilt, für München einen Luftreinhalteplan vorzulegen. Die Stadt hat inzwischen mit eigenen Stickoxid-Messungen an 20 Stationen festgestellt, dass die Luft in den Wohngebieten deutlich besser ist als bisher angenommen – vorläufi g keine Einschränkungen.

Stuttgart: Hier gilt seit dem 1. Januar 2019 ein Fahrverbot für Fahrzeuge der Euro- Abgasnorm 4 und schlechter. Ausnahmegenehmigungen wurden bereits zu Tausenden beantragt, etwa die Hälfte genehmigt. Sie gelten für Anwohner, Dienstleistungs- und Einsatzfahrzeuge.

Quelle: Dataforce


Eine maßgeschneiderte Unterwegsversorgung

Die mittelständische Marke Avia mit ihren 80 Mineralöl- und Energiehändlern hat auch in Deutschland ein dichtes Versorgungsnetz.

Als konzernunabhängiger Mittelständler im Mineralöl- und Energiehandel hat sich die Marke Avia vor allem in ländlichen Regionen einen guten Namen gemacht – und bietet mehr als „nur“ eine Tankkarte.

Die Schweizer waren es. Und das schon 1927. Gleich mehrere eidgenössische Importeure von Erdölprodukten schlossen sich in dem Jahr zu einer Einkaufsgemeinschaft zusammen, um dem damaligen Marktführer „Sieben Schwestern“ Paroli zu bieten. Weil auch Flugzeugsprit im Katalog der Schweizer zu finden war, entlehnten sie ihren Firmennamen dem Begriff Aviatik, also Luftfahrt. In den 1950er Jahren gelang der Sprung über die Schweizer Grenze: Es kamen weitere mittelständische Unternehmen aus dem europäischen Ausland hinzu. Heute ist Avia ein konzernunabhängiger Mineralöl- und Energiehändler, der unter seinem Dach über 80 mittelständische Unternehmen in 14 europäischen Ländern bündelt.

Mehr als 800 der rund 3.000 Avia-Tankstellen finden sich in Deutschland. „Aufgrund unserer gewachsenen Struktur sind wir weit in den ländlichen Regionen vertreten und übernehmen dadurch wichtige Versorgungsfunktionen außerhalb der Kernmärkte globaler Konzerne“, erklärt Geschäftsführer Holger Mark, der seit April 2013 die Geschicke der Deutsche Avia Mineralöl-GmbH mit Sitz in München verantwortet.

Doch Avia ist weit mehr als „nur“ eine Tankstelle: Neben dem Handel von Kraftstoffen und Heizöl bietet der Verbund auch ein Vollsortiment an Automotive- und Industrieschmierstoffen. Zum Produktportfolio zählen auch die Lieferung von Erdgas, Strom und Pellets an Privat- und Gewerbekunden ebenso wie der Betrieb von Windkraftanlagen in mehreren Tochterunternehmen.

Das Besondere bei den Energielieferungen: Avia legt Wert auf Klimaneutralität und sorgt durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten dafür, dass die Verbrennung ihrer Heizöl-, aber auch die Dieselprodukte großteils CO2-kompensiert sind. So unterstützt Avia ein Laufwasserkraftwerk im Himalaya oder die Aufforstung und den Waldschutz in Peru. Auch in Deutschland finden sich Projekte für die freiwillige Klimakompensation: In Nordrhein-Westfalen geht es um die Grubengas-Nutzung. Das austretende Grubengas auf dem Gelände ehemaliger Steinkohlenzechen wird mit speziellen Absaugvorrichtungen aufgefangen und zur umweltfreundlichen Energieerzeugung genutzt.

Mittelständische Unternehmen mit ihren Fuhrparks, darunter natürlich auch Handwerksbetriebe, kennen Avia vor allem über ihre Tankkarte, die sogenannte Aviacard. Damit haben die Mitarbeiter ein einfaches und vor allem automatisiertes Handling rund um die Mobilität. „Mit der Aviacard ist für Mitarbeiter eine maßgeschneiderte Unterwegsversorgung mit Kraftstoffen, Tankstellen-Serviceleistungen und fahrzeugbezogenen Shop- Waren gewährleistet“, erklärt Avia- Deutschland-Chef Holger Mark. Dabei kann jeder Unternehmer für jede Karte exakt festlegen, was der Fahrer mit der Tankkarte erwerben kann. Größter Vorteil: Mit der Tankkarte sind alle Dienstleistungen – entsprechende Angaben durch den Fahrer beim Kauf vorausgesetzt – elektronisch mit allen Daten erfasst und schon fertig für die weitere Verwaltung. Die Aviacard akzeptiert natürlich nicht nur das eigene Tankstellennetz, sondern die Fahrer können diese auch bei Total, Westfalen oder BayWa einsetzen. Bundesweit gibt es damit mehr als 2.200 Tankstellen für den bargeldlosen Einkauf. avia.de

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